Die letzte Volkszählung (2001) in Namibia ergab eine Bevölkerungsanzahl von 1,826 Millionen. Die Bevölkerungsdichte ist eine der niedrigsten der Welt mit weniger als 2 Personen je km².
Die Owambos bilden die größte Bevölkerungsschicht in Namibia. Sie leben im zentralen Norden in den vier O-Regionen: Omusati, Oshana, Ohangwena und Oshikoto. Die Kwanyamagruppe ist die größte, gefolgt von den Ndonga, Kwambi, Ngandyela, Kwaluudhi und Mbalanhu. Sie betreiben eine gemischte Wirtschaft, mit Landwirtschaft, Viehhaltung, Textilherstellung, Holzarbeiten, Töpferei und Korbflechten.
Der Okavango Fluß ist Teil natürlichen Grenze zwischen Namibia und Angola auf mehr als 400 km Länge die Heimat der Kavangos. Bestehend aus 5 unterschiedlichen Stämmen, den Kwangali, Mbunza, Shambuy, Gciriku und Mbukushu welche alle vom Fischen, Jagen, Tauschen, Rindern und dem Anbau von Sorghum, Mais und Hirse leben.
Die Kaprivianer leben in der Nordostregion von Namibia welche die Grenze zu Botswana, Angola und Sambia darstellt. Ihre Stämme sind die Masubia, Mafwe, Myeyi, Matotela und Mbukushu. In erster Linie leben sie vom Fischen, Jagen, Viehhaltung und Landwirtschaft.
Die Hereros sind ein Hirten- und Nomadenvolk Bevölkerung die hauptsächlich in der Omahekeregion leben. Die verschiedenen Herrerostämme sind die Ndamu-randa, Tjimba Herereo und die Mbanderu. Die Frauen sind an ihren farbenfrohen viktorianischen Gewändern zu erkennen.
Die halbnomadischen Himbas, leben in großräumig verteilten Siedlungen in der Kuneneregion Die Frauen dieses Urstammes fallen auf durch ihre bildhauerischen Gesichtszüge, ihre aufwendigen und ungewöhnlichen Haarfrisuren und den traditionellen Schmuck. Die Himbafrauen reiben ihren Körper mit einer rötlichen Ocker-Fett-Paste ein - teils als Kosmetik und teils zum Hautschutz. Die Familien ziehen teilweise mit dem ganzen Gral mehrmals im Jahr von einem Ort zum anderen, um neues Weideland für Ihre Rinder und Ziegen zu finden.
Die Damaras, eine der letzten großen Volksgruppen in Namibia, bewohnen die Erongoregion. Sie leben vom Getreide- und Gemüseanbau. Auch die Viehzucht spielt eine immer größere Rolle.
Die einzig wahren Nachkommen der Khoikoi, die in der Karas- und Hardapregion leben sind die Namas. Sie sind wahre Naturtalente der Dichtkunst, Erzählung und Musik und tanzen gerne. Namafrauen sind von Tradition her sehr talentierte Stickerinnen.
Die Topnaars sind sehr beständige Abkommen der Nama und leben an den Ufern des Kuisebreviers, wo sie in der kargen Landschaft mit ihren Schafen und Ziegen umher ziehen. Gedichte und Lobreden und -gesänge über die nur in der Namib wachsende Narramelone sind ein wichtiger Bestandteil der Topnaarkultur.
1868 zogen die Basters vom Kap nach Namibia. Ansässig wurden sie bei den heißen Quellen bei Rehoboth. Von der Tradition her sind sie Farmer aber viele von ihnen sind in der Bauindustrie tätig.
Namibias Farbige haben ihren Ursprung in der Kapprovinz und leben hauptsächlich in Windhoek, Keetmanshoop, Lüderitz, Kalkfeld und Karrasburg.
Die Tswanas ist die kleinste ethnische Gruppe und leben in der Gobabisregion. Sie bestehen aus den Tlharo, Thlaping und den Bangologa Stämmen und betreiben hauptsächlich Landwirtschaft.
Die Buschmänner oder San, sind Jäger und Sammler und leben weit entfernt von Zivilisationen. Sie sind große Geschichtenerzähler, und stellen sich durch Musik, Mimik und Tanz dar.
Nahezu 100 000 weiße Namibianer aus Europa leben zur Zeit in Namibia. Die meisten in Städten und Gemeinden im zentralen und südlichen Teil Namibias. Sie leben vom kommerziellen Handel, Produktion, Landwirtschaft und sind in professionellen Betrieben und Dienstleistungsbetrieben tätig.
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